Kunst

Neben einem beschädigten Taufbecken aus der romanischen Zeit in der Südwand des Turms einem verzierten Tonplattenboden gehören die Wandgemälde zu den schönsten und ältesten Kunstschätzen der Nunkirche. Die frühesten Wandgemälde mit biblischen Themen befinden sich im Turm der Nunkirche. Zunächst im Gewölbe und darüber im Chorraum wurden Wandbilder in der Technik der Freskomalerei gefunden. Dabei werden die in Wasser gelösten, kalkechten Farbpigmente direkt vom Künstler in den noch frischen Kalkputz übertragen und von diesem aufgenommen. Die so erstellten Fresken der Nunkirche sind eng mit der Geschichte der Reformation verbunden, die bekanntlich Abbildungen von Heiligen oder biblischen Themen ablehnte. Zum Glück wurden die Wandgemälde in dieser Zeit nicht zerstört, sondern nur übertüncht. Sie gerieten aber in Vergessenheit. Auch als die Gegenreformation den evangelischen Pfarrer wieder für einige Jahrzehnte durch einen katholischen Geistlichen ersetzte, blieben sie weiter verborgen. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie wiederentdeckt, um auf Initiative der evangelischen Pfarrer der Nunkirche über einen längeren Zeitraum nach und nach wieder freigelegt und restauriert zu werden.